Großer Brand in Hamburger Gärtnerei
Dank schwer entflammbarem (B1) Energieschirm konnte am Dienstag, den 6. Dezember in einer Hamburger Gärtnerei ein noch größerer Schaden verhindert werden.

Schwer entflammbares Schirmmaterial bewährte sich: Während das Wirtschaftsgebäude in Flammen stand, blieb das angrenzende Verkaufsgewächshaus vergleichsweise gering betroffen. (Foto: GV)
Gegen 6 Uhr morgens wurde ein Feuer im Wirtschaftsgebäude der betroffenen Gärtnerei entdeckt. Angrenzend an das Gebäude befinden sich 1.200 m² Verkaufsgewächshausfläche, zwei weitere Breitschiffe schließen sich an. Aufgrund von Problemen bei der Wasserversorgung und einer Gasleitung, die sich in unmittelbarer Nähe befindet und zunächst abgesperrt werden musste, verzögerten sich die Löscharbeiten, so dass das Feuer erst gegen 15 Uhr vollständig gelöscht konnte werden. Mitarbeiter der Gartenbau-Versicherung waren noch am selben Tag zur Schadenbeurteilung und Regulierung vor Ort.
Neben erheblichem Sachschaden in und an dem Wirtschaftsgebäude griff das Feuer in vergleichbar geringerem Umfang auch auf das benachbarte Verkaufsgewächshaus über. Bei dem Gewächshaus handelt es sich um ein Cabriohaus mit ESG-Eindeckung, das erst 2002 erbaut worden war. Durch den im Gewächshaus installierten B1-Schirm blieben die Schäden im Wesentlichen auf den Bereich der ersten an das Wirtschaftsgebäude angrenzenden Kappe beschränkt. Durch die direkte Hitzeeinwirkung waren hier die komplette Eindeckung sowie die Konstruktion des Venloblocks betroffen. Darüber hinaus wurde Rußbeaufschlagung auch bis in weiter gelegene Gewächshausbereiche festgestellt. Auswirkungen auf weitere Bereiche der Gärtnerei blieben dank schwer entflammbarem Schirmmaterial aus, so dass der Verkauf bereits am folgenden Tag – wenngleich auf kleinerer Fläche – fortgesetzt werden konnte.
Die Ursache des Feuers ist bisher noch ungeklärt. Nach derzeitiger Einschätzung der Gartenbau-Versicherung könnte ein großer Schaltschrank, der sich im Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Cabriohaus befand, Ausgangspunkt des Feuers gewesen sein. Von hieraus waren die Flammen auf das benachbarte Verkaufshaus übergegangen, zudem wurden hier die höchsten Temperaturen gemessen. Die Gartenbau-Versicherung geht von einer Schadenhöhe von 400.000 bis 500.000 EUR aus.
(GV)


