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de nl ch it fr uk lu Gartenbau-Versicherung in Europa

Nach derzeitiger Einschätzung der Gartenbau-Versicherung (GV) dürften die Schäden in Deutschland eine Schadensumme von insgesamt 4 bis 5 Mio. € ergeben und in der Schweiz zusätzlich circa 2 Mio. €.

Den Anfang machte eine Gewitterfront, die am Mittwochabend, des 19. Juni ihren Schwerpunkt über Ostwestfalen-Lippe fand. Insbesondere betroffen war der Raum Gütersloh bis Lage. Starkregen verbunden mit zum Teil taubeneigroßen Hagelkörnern führte zu insgesamt 16 Schadenmeldungen bei der Gartenbau-Versicherung. Bei drei Gewächshausbetrieben gab es erhebliche Glasschäden, zudem wurden Freilandkulturen in weiteren drei Betrieben stark geschädigt. Der größte Einzelschaden beläuft sich nach derzeitigen Schätzungen auf ca. 1,5 Mio. €. In dem Acerca-Betrieb wurde die Glaseindeckung zweier Gewächshausanlagen komplett zerstört. Ein großer Venloblock, der mit Blankglas eingedeckt ist, verzeichnete circa 50 % zerstörtes Glas. Relativ zeitnah nach dem Unwetter hat der Betrieb bereits mit dem Aufräumen und umfangreichen Maßnahmen zur Schadeneindämmung begonnen. Das abschließende Schadenausmaß bleibt noch abzuwarten. Komplett zerstört wurde auch die Glaseindeckung eines Gemüsebaubetriebs. Der Schaden beläuft sich hier auf knapp 60.000 €.

Der Gewitterfront am Mittwoch schlossen sich von Südwesten kommend zwei weitere Unwetterfronten am Donnerstag an. In der Schweiz führte der Hagel im Raum Genf zu den stärksten Schäden im Gartenbau der letzten 30 Jahre. Schätzungen zufolge bewegt sich das Schadenausmaß alleine bei Gewächshäusern bei circa 2 Mio. €. Weitere erhebliche Schäden gab es in der Landwirtschaft sowie im Obst- und Weinbau.

In Deutschland traf es mit rund 20 Schadenmeldungen vor allem den Großraum Landsberg bis Augsburg (Bayern) aber auch das südöstliche Ruhrgebiet. Aus letztgenannter Region wurden der GV bislang 17 Schäden mitgeteilt. In Bayern brachten Hagel und Sturm insbesondere Schäden an Freilandkulturen. Stark geschädigt wurden vor allem Laubgehölze in Verkaufsflächen, während sich das Schadenausmaß bei Koniferen in Grenzen hält. Im Ruhrgebiet lag das Zentrum der Schäden im Großraum Hagen. Hier kam es vor allem zu Gewächshausschäden, mit zum Teil erheblich zerstörtem Glas.

Ausläufer der Unwetter verursachten darüber hinaus auch zahlreiche, meist kleinere Schäden in Mittelbaden, der Region südlich von Frankfurt, dem Großraum Koblenz sowie bei Aschenburg.

Aus dem Unwetterereignis 19./20. Juni wurden der Gartenbau-Versicherung insgesamt knapp 100 Schäden aus Deutschland gemeldet. Die Schadenregulierung läuft derzeit auf Hochtouren. Um die Liquidität der am stärksten betroffenen Gartenbauunternehmen sicherzustellen, kam es bereits am Wochenende zu ersten Entschädigungszahlungen durch die Gartenbau-Versicherung. (GV)

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