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de nl ch it fr uk lu Gartenbau-Versicherung in Europa

Vermutlich durch einen technischen Defekt an einem Elektrogerät wurde am 23. Januar in einer Gärtnerei bei Albertshofen (Landkreis Kitzingen) ein Großbrand ausgelöst. Ausgangsort des Feuers dürfte die Küche des Sozialtraktes gewesen sein. Bei der Gärtnerei handelt es sich um einen Biobetrieb, der auf 7.000 m² Fläche Kresse produziert. Er zeichnet sich durch eine hohe Automatisierung aus. So wird ausschließlich auf Mobiltischen produziert, die Aussaat erfolgt vollautomatisch, ebenso verfügt der Verpackungsbereich über einen sehr hohen Technisierungsgrad.

Ein Teil des Betriebs wurde durch das Feuer so stark geschädigt, dass dieser Bereich neu aufgebaut werden muss. Dies betrifft neben dem Sozialtrakt (Küche) insbesondere auch den Technikraum mit der Steuerungsanlage für den gesamten Gewächshauskomplex sowie die Heizanlage der Gärtnerei. Zu Brandschäden kam es darüber hinaus in dem unmittelbar angrenzenden Gewächshausbereich mit den dort befindlichen Aussaat- und Verpackungsmaschinen. Aufgrund der starken Rußbildung, die sich über die gesamte Gewächshausanlage erstreckte, wurden sämtliche Kulturen unverkäuflich.

Die Produktionsausrichtung des Betriebes macht die Vorhaltung großer Mengen an Verpackungsmaterial notwendig, weshalb sich zum Zeitpunkt des Feuers allein Kartonagen in der Größenordnung mehrerer Sattelzüge auf dem Gelände sowie im Gewächshauskomplex selbst befanden. Diese müssen aufgrund der enormen Geruchsbelastung ebenfalls komplett entsorgt werden.

Bereits am Schadentag war die Gartenbau-Versicherung zur Schadenfeststellung vor Ort. Der über die Gesellschaft versicherte Schaden beläuft sich auf 500.000 bis 750.000 € und hängt unter anderem vom Schädigungsgrad der Spezialmaschinen und einer möglichst zügigen Wiederaufnahme der Produktion ab.

Durch die zeitnahe Unterstützung der Gartenbau-Versicherung und große Eigeninitiative des Betriebsinhabers ebenso wie durch die sehr hohe Hilfsbereitschaft von Kollegen, Nachbarn und Handwerkern konnten die Aufräumungs- und Wiederherstellungsarbeiten bereits am Wochenende des Brandes aufgenommen werden. Sie befinden sich derzeit in vollem Gang. Dass die Gärtnerei nicht völlig ausbrannte und die Schäden damit nicht noch deutlich höher ausgefallen sind, ist der erst im letzten Jahr vollzogenen kompletten Umrüstung des Betriebs auf schwerentflammbare (B1-) Schirme zu verdanken. So konnte die schnell vor Ort gewesene Feuerwehr Schlimmeres verhindern. (GV)

 

 

Sämtliche Kresse-Kulturen waren von der enormen Rußbildung während des Feuers betroffen und mussten vernichtet werden.

Ansicht auf die Außenwand des am stärksten betroffenen Bereichs (nach den Aufräumungsarbeiten): Büro, Küche (Mitte) und Technikraum – Die Sandwichplatten im Vordergrund waren Teile der Decke des Büros.

Gleiche Ansicht am Schadentag.

Brandursache war vermutlich ein Elektrogerät in der Küche der Gärtnerei. Foto: Freiwillige Feuerwehr Stadt Kitzingen

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