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de nl ch it fr uk lu Gartenbau-Versicherung in Europa

Gartenbau-Versicherung bietet ab sofort Deckung gegen Quarantäneorganismen

Anfang März informierte die Gartenbau-Versicherung bereits darüber, in Kürze auch Versicherungsschutz gegen die Auswirkungen beim Auftreten bestimmter Quarantäneorganismen anzubieten. Die Arbeiten sind nun abgeschlossen. Die Mitglieder können ihren Versicherungsschutz ab sofort durch die Vereinbarung speziell auf die jeweiligen Zielgruppen abgestimmter Klauseln erweitern. Dies teilte die Gesellschaft heute mit. Individuelle Anschreiben hierzu sind bereits weitgehend versandt.

  • Bei den Zielgruppen handelt es sich um:
    Betriebe mit Gewächshauskulturen, die eine sogenannte Verderbschadenversicherung (TV-Verderb) im Versicherungsprodukt HORTISECUR G abgeschlossen haben.
  • Betriebe mit Freilandproduktion, die eine Mehrgefahren-Versicherung im Produkt HORTISECUR F besitzen.
  • Gartencenter und Endverkaufsbetriebe, die eine Feuerbetriebsunterbrechungs-Versicherung haben.

Was der Versicherungsschutz beinhaltet
Die erweiterte Deckung bezieht sich auf entstandene Ertragsschäden, die durch eine behördlich angeordnete Quarantäneverfügung aufgrund folgender Schadorganismen hervorgerufen wurden:

  • Xylella fastidiosa (Feuerbakterium)
  • ALB (Asiatischer Laubholzbockkäfer)
  • CLB (Zitrusbockkäfer)

Für Gartenbaubetriebe mit Gewächshauskulturen und oder Freilandproduktion beinhaltet der Versicherungsschutz Deckung für Verluste an offensichtlich gesunden Pflanzen, die wegen eines Verbringungsverbots aus einer Befalls- oder Pufferzone entstehen. Versichert ist auch der Wertschöpfungsverlust nachfolgender Produktionsschritte und/oder Folgekulturen, falls kein Pflanzenersatz beschafft werden kann. Dies gilt auch, wenn die dafür vorgesehenen Flächen wegen einer Quarantäneverfügung nicht genutzt werden dürfen oder wirtschaftlich nicht genutzt werden können. Die Haftzeit beträgt 12 Monate ab dem Tag der Quarantäneverfügung. Nicht versichert sind Pflanzenbestände, die wegen einer behördlich angeordneten Tilgungsmaßnahme vernichtet werden müssen. Für angeordnete Tilgungs-maßnahmen sieht die ab Dezember 2019 anzuwendende neue EU-Verordnung zum Schutz vor Pflanzenschädlingen staatliche Entschädigungsmöglichkeiten vor, wenn hierfür nationale Systeme vorhanden sind. Hier sind Politik und die Berufsverbände gefordert.

Bei Endverkaufsbetrieben beziehungsweise Gartencentern leistet die Gartenbau-Versicherung für einen entstandenen Unterbrechungsschaden Ersatz, wenn der Betrieb Pflanzenbestände nicht oder nur verspätet vermarkten kann beziehungsweise Teile des Verkaufsbereiches gesperrt werden. Voraussetzung ist, dass durch eine behördlich angeordnete Quarantäneverfügung eine sogenannte Befalls- oder Pufferzone eingerichtet wird und ein Verbringungsverbot für bestimmte Pflanzen ausgesprochen wird. Nicht versichert sind auch hier Pflanzenbestände, die wegen einer behördlich angeordneten Tilgungsmaßnahme vernichtet werden müssen.

Zusätzlich eingeschlossen ist, wenn der Betrieb durch die Einrichtung eines (Seuchen-)Sperrgebietes und die damit verbundenen Verkehrsbeschränkungen unterbrochen wird.

Die Deckung beinhaltet sowohl das Überständigwerden von Pflanzen als auch die entgangene Wertschöpfung. Mitversichert sind zudem Entsorgungs- und/oder Desinfektionskosten betroffener Pflanzen und Waren sowie etwaige Desinfektionskosten für Einrichtungen und Gebäude. Enthalten sind weiterhin Unterbrechungsschäden wegen ausbleibender oder verspätet angelieferter Ware durch Handelspartner innerhalb der EU, des EWR oder der Schweiz, die aufgrund dort verhängter Verkehrsbeschränkung oder Quarantäneverfügung entstanden sind.

Der Jahresbeitrag für diesen Versicherungsschutz bewegt sich je € 100.000 Versicherungssumme in einem Rahmen zwischen € 70 und € 150, wobei gegebenenfalls vorhandene Rabatte für Schadenfreiheit sowie Mehrjährigkeit noch zu berücksichtigen sind. Die gesetzliche Versicherungsteuer (19 %) ist hinzuzurechnen.

Weitere beziehungsweise detailliertere Informationen erteilt die Gartenbau-Versicherung VVaG, Wiesbaden oder ihr zuständiger Außendienstmitarbeiter gerne. (GV)

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